Unsere Geschichte
Über 150 Jahre Tradition seit 1871
Die Turnerschaft Rheno-Borussia ist die älteste in Aachen gegründete Studentenverbindung. Sie wurde etwa ein Jahr nach der Gründung der Polytechnischen Hochschule in Aachen ins Leben gerufen und ist seitdem eng verbunden mit der Stadt und ihrer Alma Mater.
Gründung des Polytechnischen Turnvereins
Am 20. Oktober 1871 wurde der "Polytechnische Turnverein" (PTV) als loser Zusammenschluss zur Förderung der Körperertüchtigung gegründet. Diesem Verein gehörten auch Mitglieder anderer Korporationen an.
Einführung der Farben
Die Farben Rot-Weiß-Rot wurden angenommen - die Farben der alten Deutschen Turnerschaft. Diese Farben trägt die Verbindung bis heute.
Umbenennung in Rheno-Borussia
Im Mai 1885 nannte sich der PTV in "Akademischer Turnverein" (ATV) um. Im Wintersemester 1885/86 erfolgte die Umbenennung in "Rheno-Borussia" mit Einführung des Zirkels in seiner heutigen Form.
Gründung des AH-Verbandes
Der Altherrenverband wurde gegründet. Im gleichen Jahr wurde aufgrund freundschaftlicher Beziehungen ein Kartell mit der Turnerschaft Alania Braunschweig geschlossen.
Turnerschaft Rheno-Borussia
Aus dem "Akademischen Turnverein" wird die "Turnerschaft Rheno-Borussia". Damit wurde der letzte Schritt zu einer farbentragenden Korporation vollzogen.
Beitritt zum VC (Vertreterconvent der Turnerschaften)
Die Turnerschaft Rheno-Borussia trat dem "Vertreter-Convent Verband der akad. Turnvereine an deutschen Hochschulen" bei. Dadurch erfolgte gleichzeitig die Auflösung des Eisenbahnerkartells mit der Alania Braunschweig und der Stauffia Charlottenburg.
Erste Hausweihe
Die Einweihung des ersten Verbindungshauses in der Lousbergstraße 30 konnte gefeiert werden. Zuvor hatte man sich in verschiedenen Aachener Lokalen getroffen, zumeist im "Hotel Kloubert" gegenüber des RWTH-Hauptgebäudes.
Gründung der Turnerschaft Guestphalia Breslau
Am 01.10.1910 gründeten einige Rheno-Borussen in Breslau die Turnerschaft Guestphalia. Die Verbindung florierte zunächst, konnte aber leider nach dem Zweiten Weltkrieg nicht wiedereröffnen und ging in ihrer Mutterverbindung auf.
Auflösung im NS-Regime
Aufgrund gesetzlicher Bestimmungen des NS-Regimes musste sich die Turnerschaft auflösen. Es bildete sich ein Freundeskreis, der bis zum Verkauf des Verbindungshauses Ende 1937 bestand. 1939 wurde die "Kameradschaft XI" gegründet.
Wiedergründung
Nach dem Krieg erfolgte die Wiedergründung der Turnerschaft Rheno-Borussia. Der AH-Verband der T! Guestphalia-Breslau ging in den AH-Verband der Rheno-Borussia über. Da das alte Haus verkauft worden war, traf man sich zunächst im Hotel "Drei Türme" am Ende der Lousbergstraße.
Das neue Haus
Das heutige Verbindungshaus in der Lousbergstraße 44 wurde eingeweiht. Das neue Rheinpreußenhaus ist bis heute das Zentrum des Bundeslebens.
Freie Korporation
Die Pflichtmensur wurde abgeschafft und das Konzept "freischlagend" eingeführt. Mit dem gleichzeitigen Austritt aus dem Coburger Convent (CC) wurde die Turnerschaft Rheno-Borussia zur freien Korporation.
Renovierung des Hauses
Das Rheinpreußenhaus wurde umfassend renoviert und modernisiert, um den Anforderungen des 21. Jahrhunderts gerecht zu werden - bei gleichzeitigem Erhalt des historischen Charakters.
150 Jahre Turnerschaft Rheno-Borussia
Unsere Turnerschaft feierte ihr 150-jähriges Bestehen mit einem großen Stiftungsfest in Vaals. Wir blicken auf eine bewegte Geschichte zurück und in eine vielversprechende Zukunft.
Die Rheno-Borussia heute
Heute ist die Turnerschaft Rheno-Borussia eine lebendige, freischlagende Verbindung mit aktiven Studenten und engagierten Alten Herren. Wir verbinden über 150 Jahre Tradition mit modernem Studentenleben.
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